Schulstart mit Herz

Mein Kind lässt sich nichts erklären!

Dein Kind lässt sich nichts erklären? Es reagiert auf all deine Erklärungsversuche allergisch und weigert sich partout?

Kommt dir das bekannt vor? 

Ich möchte dir daher drei Tipps mitgeben, wie es zukünftig harmonischer bei euch klappen kann.

Du sitzt mit deinem Kind bei den Hausaufgaben oder Vorschulaufgaben und schon nach ein paar Minuten gibt es Krach, weil du versuchst, ihm etwas zu erklären. 

Somit ist die Harmonie nicht mehr gegeben und du bist als Mama schnell überfordert und weißt einfach nicht, was du machen kannst.

In diesem Artikel will ich dir drei Grundgedanken mitgeben, wie du dieses Problem für dich als Mama lösen kannst. Diese drei Tipps sollen eine Anregung für dich sein, wie du Stück für Stück an diese Probleme herangehen kannst. Denn du wirst nicht das Problem von heute auf morgen lösen, sondern du solltest dir Zeit dabei lassen und immer wieder probieren. Denn dein Kind ist stets im Entwicklungsprozess, wo es sich verändert und wo sich immer neue Situationen für euch ergeben werden. 

Also: Anpassen, schauen und neu anpassen.

Wie kannst du also mit diesem Problem, dass sich dein Kind nichts erklären lassen will, umgehen? 

Um das Problem besser zu verstehen, werde ich dir erst die Grundgedanken mitgeben, die du kennen solltest, damit du später die Lösungen für dich finden kannst:

Bei anderen klappt das reibungslos!

Du kennst das: Im Kindergarten, in der Schule oder bei anderen Personen klappt es reibungslos.

Vielleicht nervt es dich sogar manchmal, weil du dich fragst, wieso das nicht bei dir klappt. Dein Kind nimmt Ratschläge und Erklärungen an. WOW, das ist doch mega-gigantisch, oder? Der einzige Haken an der Sache ist aber, nur NICHT bei dir! 

Das ist aber ein wichtiger Grundgedanke für dich, dass es bei Anderen reibungslos klappt.
Dadurch kannst du erstmal erleichtert und glücklich sein, dass es prinzipiell bereit ist Erklärungen anzuhören!

Dein Kind lässt sich auf nichts ein!

Der zweite Grundgedanke ist, dass dein Kind schon bei deinem ersten Erklärungsversuch zeigt, dass es sich partout nicht darauf einlassen will, ohne überhaupt die Erklärung gehört zu haben. Das ist überhaupt keine schöne Situation für dich, denn nach mehreren Anläufen hast du dann einfach genug und lässt dein Kind machen, brichst ab und es kommt dann zum Streit.

Von diesem Szenario werden wir jetzt ausgehen, wo du von mir hilfreiche Tipps bekommen wirst.

Freu dich darüber!

Wenn wir von dem ersten Szenario ausgehen, dass dein Kind sich von anderen Personen außer Haus – in der Schule oder im Kindergarten – alles geduldig erklären lässt und sich darauf einlässt, möchte ich dir hier die Info geben, dass das eine tolle Ausgangssituation für dich ist. Du solltest dich über diese Situation sogar glücklich schätzen. 

Freu dich darüber!

Das bedeutet: Dein Kind ist also prinzipiell offen von anderen Personen etwas erklärt zu bekommen. Nur eben nicht von dir. 

Woran das liegen könnte, das werden wir uns im zweiten Gedanken anschauen.

Der zweite Gedanke war, dass dein Kind sich partout nichts von dir erklären lässt und auf gar nichts eingeht, was du ihm sagen möchtest.

Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten, die ein Grund für dieses Problem sein könnten, doch ich picke jetzt zwei aus dem Topf an eventuellen Gründen heraus und werde sie kurz mit dir durchgehen.

Schaue nach positiven Dingen!

Schaue und suche nach positiven Dingen und halte nicht so an den negativen Sachen fest. Damit kommst du auf keinen Fall weiter. Also, das Positive in dieser Situation ist, dass dein Kind sich bei dir und mit dir so sicher und geborgen fühlt, dass es wirklich seinen Unwillen und sein Desinteresse ganz deutlich und ohne Scheu zum Ausdruck bringt. Es fühlt sich sicher bei dir. Du bist der sichere Hafen für dein Kind. Deshalb kann es das einfach so ausleben.

Das bedeutet: Es kann super gut zwischen seiner Kindrolle – zu dir – und seiner Kindergarten – Kindrolle – zu Fremden – unterscheiden. Denn wir verhalten uns je nach Umgebung und je nach unserer aktuellen Rolle immer unterschiedlich. Und das macht dein Kind intuitiv wirklich richtig und auch das ist eine Fähigkeit, die nicht jedes Kind besitzt. Du kannst dich also darüber freuen, dass es diese Kompetenz besitzt. Das bedeutet für dich, dass du die fehlende Akzeptanz, etwas von dir erklärt zu bekommen, wirklich persönlich nehmen kannst und auch solltest. Also es hat etwas mit dir zu tun.

Damit kommen wir jetzt zu dem letzten Gedanken und genau dieser Gedanke ist das häufigste Problem, der das Fass zum Überlaufen bringt. 

Ihr seid an diesem Punkt, wo du nach mehreren Anläufen genug hast und dein Kind einfach machen lässt, abbrichst und es oft zu Streit führt. Dies ist eine ungute Situation für euch beide, wobei der Abbruch dadurch zustande kommt, weil du einfach keine Nerven mehr hast.  Wie du es jetzt aus der bereits oben genannten positiven Situation kennst, in der sich dein Kind von anderen Personen etwas erklären lässt, kannst du dir die grundlegende Frage stellen: Was ist gerade das Problem?

Hat deine Erklärung wirklich eine Berechtigung?

Wenn wir von Problemen reden, musst du dir zuerst an die eigene Nase packen. Vielleicht wirst du dich da irgendwie wiedererkennen. Denn wir reden über den Tag so häufig und so viel auf die Kinder ein, dass man es sogar schon als Overload bezeichnen könnte. Das bedeutet, dass du dir überlegen solltest, ob deine Erklärung, die du deinem Kind jetzt gerade gegenüber äußern willst, wirklich eine Berechtigung hat. Oder ob es einfach so aus deinem Mama-Modus heraus kommt, in dem du dir denkst: “So, ich muss jetzt mal erklären.” 

Von diesen genannten Szenarien gehen wir jetzt aus und du bekommst von mir die drei versprochenen Tipps und Anregungen, wie du mit solchen Situationen umgehen kannst, um wieder die Harmonie zu finden.

Mache keine unnötigen Erklärungen!

Ganz kurz und knackig: Achte darauf, dass du dein Kind nicht mit unnötigen Erklärungen überhäufst, damit es dann für die wichtigen Erklärungen aufnahmefähig ist. Habe dich also stets selber im Blick. Dann wirst du auch ab und zu selbst merken: “Diese Erklärung hätte ich mir jetzt wirklich sparen können!” 

Denn wenn du permanent versuchst Dinge zu erklären, dann wird doch jeder normale Mensch irgendwann abschalten.

Also gucke da bitte selber auf dich, inwieweit du dich da ein bisschen zurücknehmen kannst.

Frage vorher dein Kind!

Wenn ihr jetzt im Tun seid und eine Situation gegeben ist, wo du das Bedürfnis hast, deinem Kind etwas zu erklären, frage vorher dein Kind ehrlich, ob es eine Erklärung haben möchte. Wichtig dabei ist, dass du das Gespräch auf Augenhöhe führst und dein Kind ernst nimmst. Somit wirst du lernen, die Antwort deines Kindes zu akzeptieren und zu respektieren. Deshalb die Frage: “Soll ich dir das noch einmal erklären?” Und dann akzeptierst du die Antwort und lässt dann aber auch die Konsequenzen, die daraus resultieren, weil du eben keine Erklärung abgegeben hast, es damit leben und umgehen. 

Wenn aber doch eine miese Situation daraus entstehen sollte, suchst du natürlich nach Lösungen, um diese ganze Sache wieder zu reparieren und sagst nicht: “Pech gehabt, das habe ich dir doch versucht zu erklären.” Denn damit zeigst du deinem Kind, dass es dir vertrauen kann und es lässt sich nächstes Mal hoffentlich doch etwas erklären!

Reflektiere exakt diesen Moment!

Wenn diese beiden Tipps doch nichts bringen und dein Kind sich trotz deiner ganzen Bemühungen partout weigert und du schon am Verzweifeln bist, weil du einfach nicht weiter weißt und die Ausgangsfrage dieses Artikels sich bestätigt, “Mein Kind lässt sich einfach nichts erklären”, dann versuche exakt diesen Moment zu reflektieren! 

Somit gehst du wirklich zurück, in welcher Situation das überhaupt passiert ist. 

Frage dich also: Herrschte in dieser Situation vielleicht Zeitdruck, Hektik, Stress oder gab es im Raum sowieso schon eine gewisse Aggression? Oder war dein Kind krank, angeschlagen oder du selbst genervt? Daher, bitte überlege dir zuerst einmal, was da im Raum zwischen euch beiden für eine Atmosphäre war. Damit wirst du erfahren, wie diese Schlüsse ziehen, damit es beim nächsten Mal besser klappt.

Ich hoffe, dass du diese drei kurzen Tipps zukünftig anwenden kannst oder aber sie geben dir Möglichkeiten, für dich selber neue Strategien zu entwickeln, um die Harmonie mit deinem Kind stets aufrechtzuerhalten.

Es liegt bei dir! 

Aber ich bin für dich da!

Ich weiß, dass es manchmal schwer ist, ganz alleine aus dieser regelmäßigen und “unschönen” Situation mit dem täglichen Streit bei den Hausaufgaben herauszukommen. Gerade für den ersten Schritt und den ausschlaggebenden Impuls, der für die Kehrtwende nötig ist, ist Hilfe von außen unabdingbar.

Schau super gerne bei meinen Coaching-Angeboten vorbei und wir können ein unverbindliches Erstgespräch führen.

Deine Valerie

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