Mittwoch, 21. Oktober
Wieder Tagesklinik
Am Mittwoch ging es für Lou wieder in die Tagesklinik.
Inzwischen kennen wir den Ablauf ziemlich gut: Ambisome, Blutkontrolle, kurzer Check, wie es ihm geht, ob neue Beschwerden dazugekommen sind, ob wir Rezepte brauchen und wann der nächste Termin ist.
Gerade auf die Blutwerte warten wir dort meistens am längsten. Denn davon hängt im Moment einiges ab: Kann alles wie geplant weiterlaufen? Muss irgendwo pausiert werden? Braucht Lou zusätzliche Unterstützung oder weitere Maßnahmen?
Die Werte werden inzwischen wirklich sehr genau angeschaut und einige davon rücken gerade stärker in den Mittelpunkt.
Einer davon ist der Hämoglobinwert, kurz Hb. Hämoglobin sitzt in den roten Blutkörperchen und ist dafür zuständig, Sauerstoff im Körper zu transportieren. Wenn der Wert durch die Therapie deutlich absinkt, kann das unter anderem erklären, warum Lou so müde und erschöpft ist.
Und genau an so einem Punkt sind wir gerade, an dem die Blutwerte immer enger kontrolliert werden und geschaut wird, ob zusätzliche Unterstützung notwendig wird.
Dazu erzähle ich in den nächsten Tagen noch etwas mehr, denn es zeichnet sich gerade ab, dass möglicherweise auch die erste Bluttransfusion zum Thema werden könnte.
Aktuell muss Lou montags, mittwochs und freitags in die Tagesklinik. Das bedeutet jedes Mal: morgens los, warten, Untersuchungen, Infusion, organisieren, mitdenken, neue Termine ausmachen – und meistens sind wir gegen 14 Uhr wieder zu Hause.
Für Lou ist das inzwischen schon ziemlich eingespielt. Er kennt die Abläufe, weiß, was als Nächstes kommt und bewegt sich dort mittlerweile sehr selbstverständlich durch seinen Klinikalltag.
Für uns bedeutet es trotzdem, dass an drei Tagen in der Woche immer einer von uns komplett für diese Termine eingeplant ist.
Schule läuft trotzdem weiter
Auch Schule fand am Mittwoch wieder statt.
Die Englischlehrerin kam vorbei und hat mit Lou gearbeitet und auch Mathe stand wieder auf dem Programm.
Ich bin wirklich froh, dass das so gut klappt und er auf diese Weise zumindest ein bisschen am Stoff seiner Klasse dranbleiben kann.
Natürlich ersetzt das keinen normalen Schulalltag mit seinen Freunden und seiner Klasse, aber es hilft hoffentlich dabei, dass die Lücken nicht irgendwann riesig werden.
Ein Spendenlauf mit besonderer Bedeutung
Und dann gab es letzte Woche noch etwas, das uns wirklich sehr berührt hat.
Die Neurottschule in Ketsch hat ihren traditionellen Sponsorenlauf veranstaltet.
Bei diesem Lauf wird jedes Jahr neben dem Förderverein auch ein soziales Projekt unterstützt. Dieses Mal soll ein Teil der Spendengelder die Leukofighter-2.0-Spendenaktion unterstützen.
Dass Lou und unsere Familie auf diese Weise mitgetragen werden, bedeutet uns wirklich sehr viel.
Nicht nur wegen der finanziellen Hilfe, sondern vor allem wegen dem, was dahintersteht:
Da sind so viele Menschen, die an ihn denken, für ihn mitlaufen und zeigen, dass sie ihn nicht vergessen haben.
Wer noch mehr über den Sponsorenlauf lesen möchte, kann direkt HIER auf der Seite der Neurottschule Ketsch vorbeischauen.
Danke an die Neurottschule
Deshalb ein ganz großes Dankeschön an Lous beide Klassenlehrer und an alle von Seiten der Schule und des Fördervereins, die den Sponsorenlauf organisiert und möglich gemacht haben.
Und natürlich genauso an alle Schüler, die ihre Runden engagiert gelaufen sind, und an alle, die den Sponsorenlauf unterstützt haben oder noch unterstützen.
Zu wissen, dass so viele Menschen für Lou mitlaufen und mithelfen, ist einfach richtig schön.
Deine Valerie

