Ein ganz normaler Klinikvormittag
Der Mittwoch begann für Lou erstmal mit dem üblichen Krankenhausprogramm. Alles, was morgens auf Station eben so dazugehört, lief der Reihe nach durch und ansonsten gab es medizinisch zum Glück nichts Neues, was uns größere Sorgen gemacht hätte.
Die Nebenwirkungen halten sich bisher wirklich in Grenzen. Natürlich wissen wir, dass sich das jederzeit ändern kann, aber im Moment sind wir einfach froh, dass es Lou so gut geht.
Monopoly, Luftballons und Mathe
Lou war heute auch wieder auf Station unterwegs und ist ins Spielzimmer gegangen. Dort hat er mit Mike Monopoly gespielt.
Außerdem gab es für die Kinder auf Station Luftballons zur Auswahl.
Lou hat sich einen ausgesucht und jetzt baumelt ein gelber schwammiger Freund an seinem Bett.
Und Schule gehört inzwischen genauso zum Klinikalltag dazu: Matheunterricht stand ebenfalls wieder auf dem Programm.
Vielleicht schon Freitag nach Hause
Dann gab es heute noch eine Nachricht, über die wir uns natürlich besonders gefreut haben:
Wenn alles weiterhin gut läuft, Lou kein Fieber und keine Schmerzen bekommt und medizinisch nichts dagegenspricht, könnte er möglicherweise schon am Freitag wieder nach Hause.
Das wäre natürlich richtig schön.
Nach all den ungeplanten Wendungen der letzten Wochen planen wir inzwischen lieber vorsichtig, aber die Aussicht darauf freut uns trotzdem sehr.
Krankenhausessen gegen Leukofighter-Pizza
Die Krankenhausküche kann inzwischen übrigens einpacken, sobald irgendwo die Möglichkeit auf eine Leukofighter-Pizza besteht.
Nachdem sie gestern offiziell geboren wurde, stand sie heute direkt wieder auf dem Speiseplan.
Tomatensoße, Mozzarella, schwarze Oliven, frische Champignons und Mais.
Offenbar ist das also keine einmalige Narkose-Idee gewesen, sondern könnte sich hier tatsächlich dauerhaft durchsetzen.
Zu Hause wartet schon die nächste Überraschung
Während Lou seinen Tag in der Klinik hatte, wartete zu Hause schon wieder eine schöne Überraschung in der Post.
Ein Päckchen liegt jetzt bereit und wartet darauf, dass Lou wieder nach Hause kommt.
Madame und ich sind außerdem endlich dazu gekommen, ein weiteres Päckchen zu öffnen, das schon eine Weile auf uns gewartet hatte. Von der Patentante gab es eine Überraschung für beide Kinder.
Ganz lieben Dank dafür.
Überhaupt kommt gerade so viel lieber Support bei uns an – Karten, Nachrichten, kleine und große Überraschungen und Menschen, die einfach mitdenken. Das ist wirklich total schön.
Und tatsächlich mal wieder Besuch für mich
Und auch für mich gab es heute etwas, das inzwischen fast schon ungewöhnlich geworden ist: Besuch.
In den letzten Wochen musste ich so viele Termine wieder absagen, weil irgendetwas dazwischenkam, Lou plötzlich in die Klinik musste oder unser kompletter Plan wieder über den Haufen geworfen wurde.
Heute hat es tatsächlich mal geklappt.
Kommunionsvorbereitung mit Plan B
Auch bei Madame läuft das normale Leben natürlich weiter – unter anderem ihre Kommunionsvorbereitung.
Zum Glück wird sie dabei von der lieben Sandra begleitet, damit sie die Termine auch dann wahrnehmen kann, wenn Mike oder ich wegen Lou nicht können.
Wir sind inzwischen alle Termine bis zum 4. April durchgegangen und haben geschaut, wann und wo Madame mit Sandra teilnehmen kann.
Für mich ist im Moment außerdem wichtig, größere Gruppen möglichst zu vermeiden. Ich versuche aktuell Veranstaltungen mit mehr als ungefähr zehn Personen auszulassen, einfach weil ich das Risiko, irgendeinen Infekt mit nach Hause zu bringen, so klein wie möglich halten möchte.
Zum Glück ist meine Abschlussklasse so schön klein, dass ich zumindest dort nicht vor einem riesigen Raum voller Menschen stehe.
Das ist keine medizinische Zaubergrenze, sondern gerade einfach unsere persönliche Art, im Alltag möglichst vorsichtig zu sein.
Ein guter Mittwoch
Unterm Strich war es heute einfach ein guter Tag.
Lou war unterwegs, hat mit Mike Monopoly gespielt, hatte Matheunterricht, seine Leukofighter-Pizza und bisher halten sich die Nebenwirkungen wirklich in Grenzen.
Und vielleicht dürfen wir ihn am Freitag schon wieder mit nach Hause nehmen.
Deine Valerie

