Schulstart mit Herz

Mein Kind wird gemobbt: 3 Möglichkeiten es zu schützen!

Vielleicht hattest du diese „Mein Kind wird gemobbt“ – Situation auch schonmal und dich beschäftigt diese Frage einer anderen Mama auch: “Wie kann ich mein Kind vor Anfeindungen oder Mobbing schützen?”

Heute möchte ich dir 3 Schritte zeigen, wie du mit diesem wichtigen Thema umgehen kannst.

Du hörst lieber etwas, als das du liest? Hier geht es zur passenden Podcastfolge zu diesem Artikel.

Du bekommst Anregungen dafür, wie du als Mama richtig damit umgehen kannst.

Am Ende dieses Beitrags wirst du einige Strategien an der Hand haben und hoffentlich einen Denkanstoß von mir erhalten haben. So kannst du deinen individuellen Weg finden.

Wichtig vorab: Ein Pauschalrezept gegen Mobbing gibt es nicht, denn es ist ein sehr heikles und auch sehr individuelles Thema.

Daher wirst von mir Inhalte bekommen, wie du das bestmögliche aus der Situation herausholen kannst. Diese kleinen Lösungsvorschläge können sich heute klein für dich anfühlen, werden aber langfristig eine große Wirkung für dein Kind haben.

Ich vertrete die Meinung, dass ich als erwachsene Person Verantwortung tragen sollte und auch tragen muss, diese Verantwortung meinem Kind vorlebe, damit es später auch ein verantwortungsvoller Mensch wird, und sich nicht ohnmächtig allen Dingen gegenüber fühlt, sondern aktiv agiert und nach Lösungen sucht.

Das gehört auch zu meinem sogenannten systematischen Ansatz: wie du als Mama deinem Kind einen glücklichen Schulstart ermöglichen kannst.

Wo fängt Mobbing an?

Befasst du dich etwas mit dem Thema Mobbing, weißt du, was es bedeutet, gemobbt zu werden.

Natürlich ist es eine grundlegende Frage: Wie kann ich mein Kind vor Mobbing in der Schule schützen? Aber wir müssen uns auch die Frage stellen: Wie kann ich mein Kind “vor mir schützen”?
Bevor du dein Kind vor Mobbing in der Schule schützt, bekommst du ein paar Beispiele dafür, dass Mobbing  überall  stattfinden kann. Auch ausgehend von dir als Mama!

Es fängt damit an, dass wenn irgendetwas vorgefallen ist, du nicht mehr mit deinem Kind sprichst.

Anschreien oder lautes Schimpfen ist auch ein Einstieg. Eine mündliche Drohung  genauso. Ebenso in dem du dich in bestimmten Situationen über dein Kind lustig machst. Du imitierst es, weil es Sachen falsch ausspricht oder weil es verkrampft die Hand hält. Du ziehst es ins Lächerliche und nimmst es nicht ernst. Oder du drohst sogar körperliche Gewalt an. Das alles sind Beispiele für Mobbing.

Fange bei dir selbst an!

Mobbing ist also nicht nur etwas “Böses” von außen, sondern kann auch im eigenen Haus stattfinden. Und du als Mama bist auch ein Stück dafür verantwortlich, wenn du solche Situationen bei euch zu Hause zulässt und Mobbing legitimierst.

Es ist super leicht, den Blick nach außen zu kehren und die Fehler bei allen anderen zu suchen. Du wirst immer einen Sündenbock finden, aber es bringt dich persönlich nicht weiter, und dein Kind schon gar nicht. Daher empfehle ich dir, erstmal bei dir selber anzufangen.

Zu Hause ist der Ort, wo du Veränderungen am schnellsten umsetzen kannst.

Um überhaupt persönlich bei diesem Thema weiterzukommen, sollte ich erst einmal den Blick auf mich selbst und auf meine Werte legen.

Das ist also die erste Frage, die du dir als Mama erst einmal selbst stellen solltest:

Inwieweit findet eine Art Mobbing in deinem Haus und in deiner Anwesenheit statt? Inwieweit  bist du mit für Mobbing verantwortlich?

Und dann kannst du dir die nächsten Fragen stellen, in dem du dir deine Familie anguckst, und eure Familienwerte. Du und dein Partner seid nämlich die Hauptakteure und ihr lebt die Werte euren Kindern vor – und zwar mit euren Worten und Taten. Euer Kind wird im Kindergarten oder in Schule ähnlich handeln, als wie es das Zuhause vorgelebt bekommt.  So kann es passieren, dass es tatsächlich selbst Täter wird und andere Kinder mobbt oder respektlos behandelt.

Und genau dieser Punkt, wo du bei dir selber anfangen solltest, ist der Bereich, wo du als Mama selbst handeln solltest und etwas gegen tun kannst, dass dein Kind gemobbt wird.  Denn zu Hause kannst du als Mama noch Einfluss nehmen und selbst nach deinen Lösungen suchen, weil das auch teilweise hausgemachte Probleme sind.

Mädchen weint

Dein Kind wird von außen gemobbt

Wenn Mobbing von außen kommt, kannst du es sehr schwer nachverfolgen. Doch mit meinen Tipps kannst du dein Kind dabei unterstützen, wie es mit Mobbing von außen umgehen kann.

Wie aber kannst du dein Kind aus der Ferne unterstützen?

Es fängt wieder bei dir an! Und zwar mit den banalen und doch wichtigen Fragen:

Sehe ich mein Kind?

Höre ich mein Kind?

Erkenne ich seine Bedürfnisse?

Bin ich 100% anwesend oder mache ich viele Dinge einfach nebenher?

Es ist im Alltag total schwer, weil wir immer in Eile und gestresst sind, sodass wir die Bedürfnisse unseres Kindes gar nicht erst erkennen. Doch eigentlich ist dein Kind wie ein offenes Buch, wenn du dir diese Zeit nimmst und wenn du dein Kind wirklich kennst.

Mama tröstet weinenden Jungen

Dein Kind wird gemobbt? Höre ihm zu!

Jetzt kommt nämlich der nächste Schritt!  Wenn dein Kind von außen Eindrücke und Erlebnisse mit nach Hause bringt, musst du ihm  von Anfang an dieses Gefühl der Sicherheit geben. Jetzt musst du dein Kind, wenn es gemobbt wird,  dabei unterstützen und darauf reagieren, wenn es dir direkt oder eben zwischen den Zeilen Zeichen gibt. Damit legst du den Grundstein für später. Denn wenn du die leise Stimme deines Kindes, durch deinen täglichen Husstle-Modus nicht hörst, können später mehr Probleme für dein Kind entstehen. Es sind eben nicht immer Situationen, wo dein Kind heulend mit einem Problem vor dir steht, sondern es können auch die leisen Töne sein.

Und da ist es wichtig, deine Reaktion aktiv auf jegliche Äußerung, ob klein oder groß, zu zeigen und dementsprechend handeln.

Ein banales Beispiel wäre, wenn dein Kind zu dir kommt und sagt: “Meine Mütze wurde mir heute weggenommen”. Da hast du jetzt 100 verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren.

Indem du bspw. einfach sagst: “Ach, so schlimm ist es doch gar nicht, du hast ja jetzt eine  neue”. Aber fragst du dich, warum dir dein Kind das gesagt hat? Denn wäre es deinem Kind total unwichtig, hätte es dir das nicht gesagt. Und genau darum geht es. Da fängt deine Detektivarbeit an, wo du anfangen solltest, auf dein Kind zu hören. Genau diese minimalen Momente, für die du dir sonst nie die Zeit nehmen würdest.

Wachsam sein, ernst nehmen und für dein Kind da sein

Wenn wir uns jetzt wieder die Frage stellen, wie du dein Kind vor Mobbing von außen schützen kannst, ist es für dich als Mama wichtig, ganz nah bei deinem Kind zu sein, um spätere, leidvollere Momente zu vermeiden. Denn wie wir bereits gelernt haben, kommt nicht alles Böse immer von außen, sondern viel wichtiger ist es, wie wir damit umgehen.

Deine Aufgabe in solchen Momenten ist es, aufmerksam zuzuhören, dir Zeit zu nehmen und nachzufragen. Nachfragen in dem Sinne, das du deinem Kind nicht die Worte in den Mund legst und noch Öl ins Feuer gießt. Denn genau da fängt Mobbing an! Indem du dann sowas sagst wie: “Das war bestimmt der xy aus der asozialen Familie xy.” Es fängt damit an, wie du darauf reagierst und wie du es deinem Kind vorlebst, und das von Anfang an. Das bedeutet, dass du konstruktiv und lösungsorientiert reagieren solltest, um eben nicht nochmal die Situation in die falsche Richtung zu lenken.

Daher: Achtsam sein und alle Äußerungen, die dein Kind von außen mitbringt, wahrnehmen. Und das regelmäßig! Denn es wäre sehr schade, wenn dein Kind dir gar nichts mehr erzählt, weil es genau weiß, dass du ihm gar nicht aufmerksam zuhörst.

Das ist für mich der wichtigste Schlüssel, um mein Kind vor Mobbing zu schützen, indem ich immer zeige:

Ich höre dich, sehe dich und bin für dich da.

Damit stärkst du dein Kind in jeglicher Beziehung, gerade auch in Bezug auf sein Selbstwertgefühl, seine Selbstliebe und seine Wertschätzung.

Dadurch steht dein Kind ganz anders in seiner Präsenz da, anderen Menschen gegenüber, in der Schule oder im Kindergarten und ist dadurch gestärkter gegen Anfeindungen und gegen Mobbing!

Weinender Junge

Nach Lösungen suchen, wenn dein Kind gemobbt wird

Jetzt kommt es auf die Schritte an, die du bisher umgesetzt hast, um daraus Strategien zu definieren. Das heißt, du greifst aktuelle Punkte auf und suchst mit deinem Kind nach Lösungen. Die bisherigen Schritte, die ich dir erklärt habe, kannst du als Tool nutzen.

Wie kannst du nun vorgehen, wenn dein Kind Angst vor einem anderen Kind hat, oder sogar vor dem Kindergarten oder der Schule? Jetzt sind es nicht mehr die leisen Töne, sondern es sind konkrete Situationen, die auf den Tisch kommen. Wenn dein Kind also plötzlich vor etwas Angst hat, was du gar nicht vorher geahnt hast, ist das Problem schon so groß, dass du handeln musst!

Dann ist der nächste Schritt, dass du mit deinem Kind immer zuerst darüber sprichst.  Denn wenn ihr regelmäßig diese ganzen Szenarien durchspielt und die Situationen besprecht, hat dein Kind, dadurch, dass ihr gemeinsam nach Lösungen gesucht habt, ein riesigen Pool an Möglichkeiten zu handeln, wenn es wieder in eine ähnliche Situation kommt. Dann weiß dein Kind, wie es reagieren kann.

Du gibst deinem Kind also genügend Raum, sich mit dir auszusprechen und auch auszuweinen. Ziel dabei ist es, dass du dein Kind fragst, was es sich von dir als Mama an Hilfestellung wünscht. Es wäre super schön, wenn viele Lösungsvorschläge von deinem Kind selbst kommen und ihr diese dann gemeinsam umsetzen könnt.

Da werde ich dir jetzt kein bestimmtes Beispiel nennen, wie du die Situation bestenfalls lösen kannst, denn jede Situation von Mobbing muss individuell behandelt werden.

Jede Art von Anfeindung gegenüber deinem Kind musst du dir zu Herzen nehmen und Schritt für Schritt mit ihm zusammen lösen.

Fazit

Zum Schluss möchte ich dir eine kurze Zusammenfassung darüber geben, was du bisher über Mobbing erfahren hast.

Wenn dein Kind gemobbt wird, ist das wichtigste, dass du zuerst bei dir selbst anfangen solltest,

indem du deine eigenen Werte hinterfragst, die du deinem Kind vorlebst und inwieweit du diese schleichenden Übergangssituationen in Richtung Mobbing selbst zu Hause teilweise ausführst.

Beispiele dafür sind: Androhung von Gewalt, dein Kind zu imitieren und lächerlich zu machen. Mündliche Drohungen, indem du dein Kind laut anschreist oder laut schimpfst. Oder du lässt dich nicht mehr ansprechen oder sprichst einfach selber nicht mehr mit deinem Kind.

Das alles gehört zu Mobbing, und zwar ausgehend von dir als Mama!

In meinem letzten Artikel ging es um das Thema Vorschulübungen. Ob sie Sinn machen und wie du dein Kind optimal auf die Vorschule vorbereiten kannst, das erfährst du hier!